Strategien für eine Wasserstoff-Energiewirtschaft
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Handlungsbedarf
- Für die portable und mobile Anwendung müssen die kompletten PEM- und
DMFC-Systeme bis zur Serienreife weiterentwickelt werden. Schwerpunkte
liegen bei Maßnahmen zur Lebensdauerverlängerung der Gesamtanlagen
(mindestens 4.000 Stunden) und Kostenreduktion (unter 100,- Euro/kW).
- Kleine fahrzeugtaugliche Kraftstoff-Reformer mit akzeptabler Lebensdauer
und guter Leistungsdynamik sind für den Einsatz von flüssigen
Kohlenwasserstoffen in BZ-Fahrzeugen notwendig.
- Die Funktion von Brennstoffzellen-Fahrzeugen muss in weiteren
Demonstrationsprojekten nachgewiesen werden. Mit Blick auf erforderliche
Infrastruktur kommen dafür vor allem Fahrzeugflotten in Frage (z.B. ÖPNV,
Paketdienste/Versandhandel, Autovermietungen, Taxiunternehmen).
- Eine Serienfertigung für konventionelle H2-Fahrzeugtanks ist aufzubauen
und die Kohlenstoff-Nanostruktur-Speichertechnologie mit realistischen
Zielwerten der Energiedichte weiter zu entwickeln.
- Für den stationären Einsatz von Niedertemperatur-BZA müssen alle
Systemkomponenten (Erdgas-Reformer, Gasreinigung, etc.) für den KWK-Betrieb
optimiert werden, um eine Markteinführung innerhalb dieses Jahrzehntes zu
ermöglichen. Neben der Komponentenoptimierung muss insbesondere bei
Hochtemperaturbrennstoffzellen weiterhin Grundlagenforschung erfolgen.
- Eine Vorreiterrolle bei der Erprobung von stationären BZA sollten z. B.
Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften als Betreiber großer Objekte oder
die Industrieverbände als wichtige Multiplikatoren spielen.
- Die Hochdruckelektrolyse muss im Hinblick auf Steigerungen des
Volllast-Wirkungsgrades von 75 auf 85 % weiter entwickelt und von Kunden
erprobt werden. (Diese Technik ist u.a. im Rahmen einer Leistungsoptimierung
in der Stromversorgung, langfristig auch zur Nutzung für großtechnisch aus
erneuerbaren Energien erzeugte elektrische Energie interessant.)
- Die Biomassevergasung, einschließlich der bis zur Nutzung
nachgeschalteten Anlagenteile, ist weiter zu entwickeln sowie die Erprobung
im Praxisbetrieb bei Kunden mit unterschiedlichen Biomasse-Energieträgern
ist durch zu führen.
- Verschiedene heute nur im Labor-Maßstab erprobte Erzeugungsverfahren auf
der Basis von Algen, Bakterien oder Katalysatoren müssen auf ihre Eignung
für die großtechnische Umsetzung und ihre Nachhaltigkeit überprüft und
ggf. weiter entwickelt werden.
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