Technologien

Mit Blick auf das schon seit Jahrzehnten in Bayern angesiedelte Wasserstoff-Know-How besteht hier ein Entwicklungsvorsprung, der zukünftig auch neue Export-Märkte erschließen und viele tausend Arbeitsplätze sichern kann.

Schlüsseltechnologien Brennstoffzelle

Brennstoffzellen zur hocheffizienten Umwandlung von Wasserstoff in elektrische Energie sind eine Schlüsseltechnologie für die künftige Wasserstoff-Energiewirtschaft. Hochtemperaturbrennstoffzellen (z.B. MCFC oder SOFC) können zudem mit dem Primärenergieträger Erdgas oder mit Biogas und Klärgas betrieben werden. 

Wasserstoff: ein Sekundärenergieträger

Wasserstoff ist ein Sekundärenergieträger. Er kann in vielfältiger Weise aus konventionellen oder regenerativen Energien erzeugt werden und dient damit als Energiespeicher und Transportmedium. Unabhängig von der Wasserstofferzeugung ist die Wasserstoffnutzung vor Ort praktisch emissionsfrei. Damit kann die Wasserstoffnutzung erheblich zur Entlastung von Ballungsräumen beitragen. Allerdings sind sämtliche Umwandlungsschritte mit energetischen Verlusten verbunden. Strom sollte daher, soweit dies möglich ist, unmittelbar ohne weitere Umwandlung verbraucht werden. Dies wird zum Beispiel deutlich aus dem Vergleich:

Regenerativ ist nicht gleich regenerativ

Bei der Betrachtung von Prozessketten zur Energiebereitstellung muss auch der Energieaufwand zur Herstellung der entsprechenden Anlagen berücksichtigt werden. Gerade im Bereich der Regenerativen Energien entsteht damit ein "versteckter" Anteil an Primärenergieaufwendungen, der je nach Technologie sehr unterschiedlich hoch sein kann wie beispielsweise bei der:

Wasserstoff für mobile Anwendungen

Bei mobilen Anwendungen lässt sich Strom aus regenerativen Energien mangels geeigneter Speicherungsmöglichkeiten nicht direkt einsetzen. Daher ist insbesondere in Fahrzeugen und Flugzeugen der energetische "Umweg" über das Speichermedium Wasserstoff unverzichtbar. In Fahrzeugen kann Wasserstoff sowohl in komprimierter gasförmiger als auch in flüssiger Form eingesetzt werden. Dabei lässt sich mit der Flüssigwasserstoffspeicherung zwar eine höhere Reichweite erzielen, Abdampfverluste und der hohe Energieaufwand bei der Verflüssigung verringern jedoch die energetische Effizienz. In Flugzeugen jedoch ist nur der Einsatz von Flüssigwasserstoff möglich.

Es bieten sich verschiedenste Möglichkeiten der Wasserstoffbereitstellung an, z. B. die Erzeugung von Flüssigwasserstoff aus:

Flüssigwasserstoff ist sehr kompakt und mit geringem Energieaufwand zu transportieren. Wegen dem hohen Verflüssigungsaufwand von fast einem Drittel des Energieinhalts kommt dieser Vorteil energetisch jedoch erst bei Transportstrecken über 5.000 km zum Tragen.

Flüssigwasserstoff sollte deshalb nur dort eingesetzt werden, wo der Einsatz von gasförmigem Wasserstoff nicht möglich ist, d. h. wenn kein Pipeline-Transport möglich ist, oder wenn die Anwendung den Einsatz von Flüssigwasserstoff erfordert.

Quellen:

  • Wagner, U.; Geiger, B.; Reiner, K.: Untersuchung von Prozessketten einer Wasserstoff-Energiewirtschaft. IfE Schriftenreihe, Heft 34. Energie und Management Verlag, Starnberg, 1996
  • Angloher, J.; Dreier, Th.: Techniken und Systeme zur Wasserstoffbereitstellung (Abstract / Zusammenfassung)- Perspektiven einer Wasserstoff-Energiewirtschaft Teil 1, Wasserstoff-Initiative Bayern, München, 2000
  • Solar-Wasserstoff-Bayern GmbH (Hrsg.): Kompendium Biomassevergasung zur Wasserstoff-Erzeugung Wasserstoff-Initiative Bayern, München,1998

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