Pilotprojekt
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Wasserstoff-Tankstelle am Flughafen MünchenWeltweit erstmals wurde am Münchner Flughafen eine innovative Wasserstoff-Infrastruktur für den Betrieb von Vorfeldbussen und PKW errichtet. Im Rahmen des Projektes wird die Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit von Wasserstoff als Energieträger untersucht. Dazu zählen das Herstellen und Speichern von gasförmigem Wasserstoff (GH2), das vollautomatische Tanken von flüssigem Wasserstoff (LH2) und der Einsatz von Vorfeldbussen unter den strengen Sicherheitsanforderungen des Flughafenbetriebs. ProjektpartnerARGEMUC, eine Arbeitsgemeinschaft von 15 Unternehmen, hat das Wasserstoff-Projekt am Flughafen München 1997 initiiert. Beteiligt sind derzeit die folgenden Firmen:
ProjektbeschreibungDie aufgebaute H2-Infrastruktur enthält einen Druckelektrolyseur zur Herstellung von GH2, Speicher und Tankanlagen jeweils für GH2 und LH2, einen LH2-Verdampfer, einen vollautomatischen Tankroboter für LH2 sowie eine übergeordnete Leittechnik. Der neu entwickelte Druckelektrolyseur stellt aus demineralisiertem Wasser GH2 her. Mit einer Leistung von 450 kW erzeugt er ca. 94 Nm3 Wasserstoff pro Stunde, der in Metall-Hydridbehältern gespeichert wird. In Verbindung mit einem speziellen Heiz- und Kühlsystem sorgt dieser Metall-Hydridspeicher dafür, dass der nachgeschaltete Verdichter - auch bei schwankender H2-Produktion aus der Elektrolyse - immer mit konstantem Ansaugdruck betrieben werden kann. Der Verdichter bringt das GH2 auf den Fülldruck des Hochdruckspeichers. Von dort gelangt es über die Zapfsäule in die Fahrzeugspeicher der Busse. GH2 verbrennt in den Motoren der drei Vorfeldbusse wieder zu Wasser. Für LH2 steht ein 12.000 l fassender Tank zur Verfügung. An der LH2-Tankstelle werden PKW vollautomatisch mittels eines Roboters betankt. In den Projektphasen II und III errichtet Aral eine GH2-Zapfsäule für Fahrzeugdrucktanks bis 350 bar. Für das LH2-System entwickelt und erprobt BMW eine innovative Tankanlage sowie eine Brenntoffzellen-APU. Linde verbessert den LH2-Fahrzeugtank und die Tankkupplung. In einem neuen Brennstoffzellen-Stapler von Proton Motor wird die Bremsenergie gespeichert. MAN entwickelt zwei Niederflurbusse mit Brennstoffzellen-Antrieb und einen H2-Verbrennungsmotor. Bayerngas unterstützt den Bau eines innovativen Erdgasreformers zur H2-Erzeugung vor Ort.
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Automatische Betankung |
Kontakt:Hr. F. Grafwallner; E-Mail: fg@enhytec.de Projektstatus:Ende 2006 erfolgreich abgeschlossen weitere Informationen unter: |
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